
Verse 1
Hörst du die Glocken, sie klingen von fern,
im Wattenmeer verborgen wie alte Geschichte.
Kein Turm steht mehr, kein Haus, kein Herd,
nur Salz in der Luft und das Schweigen der Fische.
Der Wind trägt Namen, die keiner mehr kennt,
Spuren im Schlick, die die Flut wieder löscht.
Was einmal Stadt war, atmet noch sacht,
wenn das Meer sich zurückzieht und kurz innehält.
Chorus (Call / Ruf, gesungen)
Rungholt, Rungholt
Rungholt, Rungholt
Verse 2
Wir waren hier, bevor das Wasser kam,
wir hatten Namen, Brot und Licht in den Fenstern.
Unsere Schritte kannten jeden Stein,
unsere Kinder zählten Tage nach den Sternen.
Wir bauten Häuser gegen Wind und Zeit,
zogen Netze aus Hoffnung durch die Gezeiten.
Was wir liebten, blieb am Ort zurück,
als das Meer uns nahm, nicht fragte, nicht hielt.
Chorus (Call / Ruf, gesungen)
Rungholt, Rungholt
Rungholt, Rungholt
Verse 3
Manchmal, wenn der Morgen stiller wird,
und der Nebel flach über dem Watt liegt,
steht ein Schatten dort, wo nichts sein soll,
ein Turm aus Zeit, kaum sichtbar, kaum gedacht.
Kein Stein, den man berühren kann,
kein Ort für Karten oder Wege.
Nur ein Bild, das bleibt, wenn man hinsieht,
und verschwindet, sobald man es benennt.
Chorus (Call / Ruf, gesungen – langsamer)
Rungholt, Rungholt
Rungholt, Rungholt
Outro
Hör die Glocken und erinnere dich:
die Nordsee verzeiht Leichtfertigkeit nicht.
Lyriks Darla und Luca
Musik Darla
Produziert von suno
Inspiriert von Heimat